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Freitag 19.07, Samstag 20.07

Da der Abreise nun nichts mehr im Wege steht, begannen wir am Freitag mit dem Lagerabbau. Als eingespieltes Team funktionierte alles reibungslos und unsere Zelte, Bauten und Materialien konnten problemlos verstaut werden. Nach dem grossen Lagerfeuer und der Nacht unter freiem Sternenhimmel machten wir uns am Samstag wehmütig auf die Heimreise. Zurück in Appenzell wurden wir freudig von unseren Eltern und Pfadifreunden willkommen geheissen. Schneller als erwünscht ist das Sommerlager 2019 in Obersaxen bereits wieder Geschichte. 

 

13 Tage und 12 Nächte draussen in der Natur.

312 Stunden Ausleben und Pflegen von Freundschaften.

18’720 Minuten einfaches Leben ohne Luxus und Technik.

1’123’200 Sekunden voller unvergesslicher und wundervoller Momente.

 

Doch all dies wäre nicht möglich, ohne unsere Abteilungsleiter Twist und Silent und dem ganzen Leiterteam, welche schon viel Zeit im Vorhinein ins Lager gesteckt haben und auch während dem Lager für eine gute Organisation sorgten.

Dank gebührt auch:

Dem Küchenteam unter der Leitung von Color, welches jeden Tag köstliche Mahlzeiten auf den Tisch zauberte.

Den Altpfädeler, auf welche wir jederzeit zurückgreifen können und uns am Besuchstag mit einem feinen Braten verwöhnt haben.

Den Eltern für ihr Vertrauen und ihre unkomplizierte Mitarbeit und allen Lagerteilnehmer für ihre grosse Motivation.

Ein Lager wäre aber auch nicht möglich ohne finanzielle und materielle Unterstützung, deswegen sind wir immer wieder froh, dass wir auf verschiedene Sponsoren zählen dürfen.


Donnerstag 18.07

Die Schiffskapitäne fordern ihre Piraten auf, so schnell wie möglich ans andere Ende des Dachlisees zu gelangen. Am anderen Ufer lebt Kapitän Goldzahn. Er ist der Einzige, der den Riesenkraken besänftigen kann. Doch so einfach ist es nicht, ans andere Ufer zu gelangen. Das Gelände rund um den See, wurde zu einem riesigen Eile mit Weile Spiel umgewandelt. Wenn ein Posten erfolgreich absolviert wurde, konnte die Gruppe ein Feld vorrücken. Wenn nicht, mussten sie ein Feld zurück. Glücklicherweise gelang es am Schluss einer Gruppe Kapitän Goldzahn zu erreichen, welcher uns half, den Riesenkraken zu besänftigen. Dem grossen Festmahl am Abend stand nichts mehr im Wege. Wie es sich für eine Feier gehört, machten wir uns am Nachmittag dafür frisch. Wir genossen eine Abkühlung im nahegelegenen Badesee. Für die Unterhaltung während der Feier bereitete jede Stufe eine Produktion vor. Auch die Küche hat nocheinmal alles gegeben und verwöhnte uns mit Fajitas und «Apfelchüechli». 


Mittwoch 17.07

Den Mittwoch starteten wir mit dem Eierspiel. Dabei sollten die Piraten in den Gruppen möglichst viel Geld an den Posten erspielen. Anschliessend konnten sie mit dem Geld an dem Bazar verschiedene Verpackungsmaterialien ersteigern. Damit mussten die Piraten ein Ei möglichst sicher verpacken, so dass es den Fall vom Piratenschiff ohne Schäden übersteht. 

Nach dem köstlichen Mittagessen fiel uns auf, dass unsere körperliche Fitness in den letzten Tagen zu kurz gekommen ist. Deswegen förderten wir unsere Ausdauer und Geschicklichkeit am Nachmittag mit Blachenball, Völkerball, Brennball und Ball über Schnur. Nach dem Lagerfeuer am Abend konnten nicht alle Piraten wie gewohnt in ihre Schlafsäcke kriechen. Für einige ältere Teilnehmer stand der OP an. 

Erklärung für unsere nicht Pfädeler: beim OP (Oberpfader Prüfung) wird man in der Nacht, mit verbundenen Augen, irgendwo ausgesetzt. Mittels Anpeilen mit dem Kompass muss man zuerst herausfinden, wo man sich befindet. Auf dem Weg zurück zum Lagerplatz bekommt man die nächsten Koordinaten für diverse Pfaditechnikposten. 

Müde und wohlverdient legten sich am frühen Morgen auch die Prüfungsabsolventen in ihre Zelte. 


Montag 15.07, Dienstag 16.07

Die Verwirrung war gross, nachdem am Sonntagabend auch die Pfader, Meedle und Raider die Schatztruhe öffnen konnten. Nebst einigen Goldtalern befand sich auch ein Kompass, eine Stoppuhr und ein Herz in den Truhen. Wir beschlossen, den Regen abzuwarten und am nächsten Tag die Heimreise anzutreten. Am Montagmorgen, gerade als wir aufbrechen wollten, wurde ein Riesenkraken gesichtet. Unser oberster Kapitän gab uns 24 Stunden Zeit, um herauszufinden, was es mit dem Schatz auf sich hat und Material für ein sicheres Schiff zu sammeln, mit welchem trotz dem Riesenkraken in See gestochen werden kann.

Konkret bedeutet dies: Startschuss für das 24 Stunden Spiel. In der Gruppe spielten wir am Morgen das Mr. X Game, um herauszufinden, wer hinter dem Schatz steckt und was die einzelnen Gegenstände zu bedeuten haben. Am Nachmittag wurde Schiffliversenkis gespielt.  Dabei konnten die Teilnehmer bei verschiedenen Posten Bomben gewinnen. Anschliessend konnten die Geschosse auf dem Spielfeld gesetzt werden, um feindliche Schiffe zu bombardieren. Nach dem Aufbau einer Base rund um den Lagerplatz und der Zubereitung des Nachtessens in der Gruppe, startete das Nachtspiel. Die Gruppen hatten die Aufgabe, die Anderen aufzuspüren und deren Anker zu stehlen. Nach der aktiven Nacht verbrachten wir den Dienstag, wie zu erwarten, mit Schlaf nachholen und verschiedenen Ballspielen. Den Abend liessen wir gemütlich mit einem Wohlfühlprogramm ausklingen.


Sonntag 14.07

Bevor die ersten Eltern auf dem Lagerplatz eintrafen, musste noch einiges erledigt werden. Für die Bienölfe hiess es ihre sieben Sachen zusammenzusuchen- was übrigens schwieriger ist, als es sich anhört. Alle anderen Teilnehmer säuberten den Lagerplatz und machten in den Zelten Ordnung, so dass sie diese ohne schlechtes Gewissen den Eltern zeigen konnten. 

Nachdem alle Eltern eingetroffen waren, gestaltete Godi Trachsler v/o Topo eine kleine Andacht. Während der Andacht konnten die Bienölfe, dank dem gewonnenen Hinweis aus der Lagerolympiade, ihre Schatztruhe öffnen. An dieser Stelle ein Dankeschön an Topo, welcher sich jedes Jahr mit Herzblut für die Pfadi einsetzt.

Nachdem die perfekte Kerntemperatur des Bratens erreicht wurde, genossen wir ihn mit verschiedenen Salaten und Kartoffelstock. Das Braten- und Küchenteam übertrifft sich jedes Jahr von neuem. Dazu ein riesengrosses M-E-R-C-I Merci Merci Merci! Während einige Teilnehmer am Nachmittag einen feinen Coupe genossen, hiess es für die Bienölfe Abschied nehmen. 


Samstag 13.07

Am Samstagmorgen erhielten die Kapitäne den letzten Hinweis, um die Truhe zu öffnen. Da es sich um einen vertraulichen Hinweis handelte, wollten die Kapitäne diesen nur dem besten und stärksten Piraten anvertrauen. Um herauszufinden, wer dem Hinweis würdig ist, wurde die Lagerolympiade durchgeführt. In verschieden Posten wie Parcour, Zielschiessen, Scherzfragen oder Baumstammwerfen massen sich die Piraten gegeneinander. Dabei stellte sich heraus, dass die Bienölfe durchschnittlich am besten abgeschlossen hatten. 

Am Nachmittag packten wir unsere Badesachen und machten uns auf den Weg zu einem nahegelegenen Badesee. Spätestens nach der warmen Dusche waren wir alle frisch und sauber für den bevorstehenden Besuchstag. Zurück auf dem Lagerplatz erwarteten uns bereits ein paar erste Gäste. Jedes Jahr besuchen uns einige ältere Pfädeler im Sommerlager. Gerade für uns Leiter ist es immer wieder schön, unseren ehemaligen Leitern zu zeigen, wie sich die Pfadi weiterentwickelt hat. Nach dem traditionellen Bulldoggen und dem grossen Lagerfeuer brach für einige von uns schon die letzte Nacht im Zelt an.


Freitag 12.07

Heute standen die Prüfungen auf dem Programm. Die Piraten zeigten ihr Können im Kartenlesen und dem Umgang mit dem Kompass. Demonstrierten, wie sie sich in Notfällen verhalten würden. Übersetzten Morsetexte und erzählten von der Entstehungsgeschichte der Pfadi. Stellten ihre Fähigkeiten im Feuermachen unter Beweis und berichteten über Pflanzen, Bäume und den Funktionen des Waldes. 

Nach der kopflastigen Arbeit ging es am späten Nachmittag mit dem Nummernspiel weiter. Dabei war das Ziel möglichst viele Nummern des Gegners herauszufinden. Damit konnte sich die Piratenmannschaft neue Hinweise sammeln, um hoffentlich schon bald den Code des Schatzes knacken zu können. Während dem Spiel wurde Asriel Ebneter überraschend getauft. Er erhielt den Pfadinamen Zwasli. 


Donnerstag 11.07

Heuten Morgen sassen die kleinen Piraten verzweifelt um die Schatztruhe und versuchten diese mit aller Gewalt zu öffnen. Später kam ein weiser Kapitän dazu. Er erklärt ihnen, dass Gewalt nicht die einzige Lösung ist und die Truhe sich vielleicht besser anders öffnen lässt. Er empfiehlt den kleinen Piraten nachdrücklich, sich in Geschick und Geduld zu üben. So verbesserte die Piraten ihre Fähigkeiten in Seilkunde, Karte, erste Hilfe, Morsen, Natur und Pfadigeschichte.

Nach dem feinen Mittagessen träumten die Piraten vor sich hin, was sie sich aus den Goldstücken alles kaufen könnten. Kapitän Schnurrbart sagt: Seid ihr sicher, dass ihr das hart erkämpfte Gold für solchen Schnickschnack ausgeben wollt? Wir müssen doch vernünftig mit den Goldstücken umgehen. Kommt mit mir ich zeige euch wie das geht. Er schlug ihnen vor, den Umgang mit dem Geld im Piratenmonopoly zu proben. Ausgetobt nach verschiedenen kleinen Kreisspielen am Abend krochen die Piraten glücklich in ihre Schlafsäcke.


Mittwoch 10.07

Da wir nun unsere Piratenschiffe wieder auf Vordermann gebracht haben, konnte die Schatzsuche weitergehen. Wir fanden heraus, dass die Kartenauschnitte, welche die Piraten in der Einladung erhalten haben, zusammengesetzt werden können. Mit Lunch und Badesachen im Rucksack, machten wir uns auf den Weg. Während der Wanderung fanden die einzelnen Stufen an unterschiedlichen Orten ihre Schatzkiste. Jedoch sind alle Truhen durch ein Schloss gesichert und so konnte noch keine Stufe herausfinden, was sich in der Schatzkiste befindet. Nach der Anstrengung genossen wir eine Abkühlung in der Badi und machten uns später wieder auf den Heimweg. Zurück auf dem Lagerplatz war der Schrecken gross. Die Küchenmannschaft berichtete uns, dass alle Lebensmittel von Ratten aufgefressen wurden. Deswegen waren wir gezwungen unser Abendessen selbst zu organisieren. So genoss jede Stufe ihre selbstgekochte Spätzlipfanne, bevor wir müde in

unsere Schlafsäcke krochen. Besonders in Erinnerung bleibt dieser Abend Charlie Schiegg und Aline Bänziger. Charlie wurde auf den Pfadinamen Chaplin getauft und Aline rufen wir nun Kiwi.


Dienstag 09.07

Heute bekamen die Piraten die ersten Goldtaler (Lagerpunkte). Ziel ist es, bis zum Ende des Lagers in der Stufe möglichst viele Taler zu verdienen, um so die Lagerglocke zu gewinnen. Goldmünzen können beispielsweise durch Bauten, kreative Arbeiten, Zelt- und Lagerordnung erzielt werden. Am Vormittag hatten die Piraten die Chance auf dem Marktplatz mit Rohstoffkarten verschiedene Materialien wie Holz, Eisen, Stoff oder Farben zu erwerben, um ihre Schiffe wieder auf Vordermann zu bringen. Die Rohstoffkarten konnten sie an den verschiedenen Posten, welche unterschiedliches Geschick forderten, verdienen. Während des Spiels konnten sie ausserdem untereinander mit dem Jasskartenspiel Rohstoffkarten von den Gegnern erkämpfen. Nach dem Mittagessen war das Ziel, die Insel und die gebauten

Schiffe zu verschönern. Die Piraten konnten zwischen diversen Atelierposten auswählen wie Backofen bauen, Henna-Tattoos malen, Bändeli knüpfen, Seilparkbauen und Gestalten mit Beton. Am Abend wurden die zwei Schwestern Lia und Zoé Kaufmann getauft. Lia hört nun auf den Namen Saroya und Zoé auf Arinia.


Montag 08.07

Am 08.07.19 frühmorgens trafen sich die Piraten voller Vorfreude, um nach langer Zeit wieder in See zu stechen und den Schatz zu finden. Leider erwies sich, nebst den Piraten, auch das Schiff in einem nicht mehr so guten Zustand. Nur mit Not konnte sich die ganze Truppe auf die Insel retten. Der Flottenkapitän gab die Anweisungen, uns auf eine sichere Insel zu retten. So verabschiedeten wir uns von unseren Eltern und das Sommerlager 2019 der Pfadi Maurena konnte starten.

Angekommen auf der sicheren Insel, richteten wir uns für die nächsten zwei Wochen ein und machten erste Erkundungsreisen.

Den Abend liessen wir gemeinsam am Lagerfeuer ausklingen. Eine kleine Aufregung während des gemütlichen Singens erlebte Anina Moser. Sie wurde auf den Namen «Momo» getauft.